Vampire: Die Maskerade


Eine Welt der Dunkelheit
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 Betreff des Beitrags: Re: Drachen und Einhörner
BeitragVerfasst: Do 18. Feb 2016, 09:49 
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Inzwischen ergriff auch Leif ihre Oberarme. Die Bilder die er sah, bestärkten ihn nur noch in seiner Entscheidung. "Niemand weiß was die Zukunft bringt. Nicht einmal die Nornen, denn viel zu oft verwirt sich jemand in den Fäden die sie so vorsichtig spinnen. Es weiß auch niemand ob das Leid von wenigen das Leid für viele wirklich verhindern kann. Solche Überlegungen gehen nie gut aus. Ich habe früher so gedacht, aber die Geschichte hat mir immer wieder bewiesen das man am Ende so oder so verliert." Er ließ sie wieder los. “Bedenke auch was aus unserer Familie geworden ist und wie sie lebt. Die Kinder von Vidarr kennen nichts als Rache, Jagd und Kampf. Auch wenn einige wie Thyra, Björn oder du vielleicht ein einfaches Leben wählen würden, gibt es wohl genügend die ihre Lebensweise nicht aufgeben werden. Entweder weil sie nicht können, oder weil sie nicht wollen. Wenn die Jagd vorbei wäre würde sie in völlig unbekannte Gefilde vorstoßen und das Unbekannte macht Angst. Insbesondere jenen die nicht besonders stark und mutig sind. Das was du vorschlägst Brunhild ist keine Frage von Logik. Nicht einmal eine Frage von Moral. Es geht darum was richtig und falsch ist. Nicht für die Götter, nicht für die Kinder von Vidarr, sondern für uns. Für dich!” Leif war inzwischen etwas lauter geworden. “Eriks Stimme würde für immer verlöschen und dann? Wie lange würde es dauern bis sich der erkaufte Frieden zu bitterer Asche in deinem Mund verwandelt? Bis du dich fragst ob es das Opfer wirklich wert war und beginnst dich zu fragen wie alles verlaufen wäre wenn du, wenn wir uns damals anders entschieden hätten? Nein das ist nicht unser Weg und ich werde nicht zulassen das du dir dieses Opfer antust. Du hast schon zu viel aufgegeben in diesem Kampf zwischen deiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es wird Hoffnung geben Brunhild. Aber sie wird nicht daraus erwachsen, dass wir deinen einzigen Sohn auf die Schlachtbank führen. Die Kinder von Vidarr haben damals ihr eigenes Schicksal geschrieben und müssen es auch selbst verändern - so sie denn wollen.”

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Verfasst: Do 18. Feb 2016, 09:49 


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 Betreff des Beitrags: Re: Drachen und Einhörner
BeitragVerfasst: Fr 19. Feb 2016, 17:56 
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Brunhild hatte ihm zugehört und dabei seinen Blick gemieden. Schließlich sah sie ihn mit nachdenklichem Ausdruck in den hellen, grauen Augen in denen sich das Kerzenlich spiegelte, an. Sie zögerte kurz, dann umarmte sie ihn mit einer für sie völlig ungewöhnlichen Heftigkeit und Leif hörte wie sie erleichtert ausatmete. "Du hast recht, Leif. Wir können nie wissen, was geschehen wird. Weder mit Erik, mit Thyra, noch mit unserer Familie. Jeder kann nur selbst über sein Handeln bestimmen und wir heute, in dieser Nacht über das unsere." Sie ließ ihn los und erhob sich mit der Gewandtheit einer kampferprobten Kriegerin. Dann reichte sie ihm die Hand und ein Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. "Dann bedeutet das wohl für uns einem tödlichen, hasserfüllten, grauenerregenden Dämon ein für alle Mal den Gar aus zu machen, oder?" Sie zog Leif nach oben und ihr Grinsen nahm einen verheißungsvollen Zug an; die erwartungsvolle Anspannung vor einem guten Kampf. "Wär' schließlich nicht das erste Monster, das wir zurück in die Hölle schicken."

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Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimms.
Dante Alighieri


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 Betreff des Beitrags: Re: Drachen und Einhörner
BeitragVerfasst: Fr 19. Feb 2016, 22:48 
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Leif erwiederte die Umarmung mit der gleichen Intensität und lächelte seine Verwandte mit tiefer Zuneigung an, auch wenn sein Tonfall plötzlich sehr ernst wurde. “Weißt du Brunhild ich bin ein furchtbarer Ahne. Ich habe eine Familie begründet deren einziges Lebensziel es ist mich über Jahrhunderte zu jagen und töten zu wollen. Aber das ist noch nicht alles, denn ich war nicht nur mehr als unterdurchschnittlich als Ahne. Nein. Wenn du jene aus meinem sterblichen Leben fragen würdest, dann könnten sie dir alle bestätigen das ich ein sehr viel schlechterer Vater, Geliebter und insbesondere Ehemann war.” Leif schwieg für einen Moment um das was er sagte einwirken zu lassen. Schließlich griff er nach Brunhild’s Hand und die Worte die er daraufhin sagte gewannen die gewohnte Leichtigkeit zurück. “Aber weißt du was? Wenn man all das einmal beiseite nimmt dann bleibt eine Sache übrig. Nämlich das ich ein ganz anständiger Freund bin.” Leif umarmte die Frau vor ihm und vergrub sein Gesicht in ihrer Schulter nur um einen Moment später ihren Blick suchen, um in jene grauen Augen zu schauen die ihm so sehr ähnelten. Irgendetwas war geschehen, denn die Augen in die Brunhild blicken konnte waren nicht mehr die Augen von Frederik van de Burse - auch wenn sein Gesicht noch eine andere Geschichte erzählte, sondern die von Leif Thorson. “Hel schickt ihre Schatten nicht ohne Grund und Thor mag mich für die Blasphemie die ich jetzt von mir gebe niederstrecken, aber ich meine jedes Wort wie es sage.” Es folgte ein von Leif’s typisch verschmitztes Lächeln das so gar nicht in sein jetziges Gesicht passen wollte. ”Aber ich werde der Göttin den Schatten höchstpersönlich in den Arsch zurückschieben, genau dahin wo er hergekommen ist, bevor ich zulasse das er Erik, Thyra, Karl oder dir schadet.” Dies war ein Versprechen. Klar und unmissverständlich wie ein eiskalter Wintertag auf hoher See. Dann richtete sich der Salubri auf. “Brunhild ich habe einen Plan. Einen der dich, Thyra und Karl involviert um Erik zu retten. Aber wir brauchen eine weitere Nacht um ihn auszuführen. Glaubst du wir können aus all dem Wahnsinn noch einen Sonnenauf- sowie einen Sonnenuntergang pressen um dem Spuck hoffentlich ein Ende zu bereiten?” Aus Leif’s Blick sprachen im Moment nur zwei Dinge. Eiserne Entschlossenheit und pure Hoffnung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Drachen und Einhörner
BeitragVerfasst: Sa 20. Feb 2016, 20:33 
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Brunhild erwiderte das Grinsen. „Ja, du bist wohl der beste Freund, den ich mir vorstellen könnte. Und auch wenn du vielleicht als Vater, Liebhaber oder Ehemann nicht allzu viel getaugt haben magst…“ Sie verdrehte gespielt genervt die Augen. „… das waren deine Worte nicht meine… Du würdest einen verdammt guten Bruder abgeben. Vor allem, da du dich nicht wirklich an Familientraditionen hältst. Außerdem gibt es kein Familienmitglied mit dem ich lieber langweilige christliche Feiertage überdauere als mit dir.“ Sie griff nach der Kerze und hob sie in Richtung der Treppe, die nach oben führte. „Ein guter Plan wäre Gold wert. Was hast du dir überlegt?“

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 Betreff des Beitrags: Re: Drachen und Einhörner
BeitragVerfasst: So 21. Feb 2016, 11:38 
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“Die Sache ist die - wir wissen recht wenig über den Schatten, insbesondere was seine Motivationen angeht, aber es ist klar das Erik für das Biest wohl nur ein Mittel zum Zweck ist, genauso wie zuvor die Frau auf dem Schiff. Es ist wie ein Parasit, immer auf der Suche nach einem besseren und stärkeren Wirtskörper und genau da können wir ansetzen.” Leif bewegte sich in Richtung des Hüttenausgangs und sprach dabei weiter. “Wir müssen den Schatten austricksen und dafür brauchen wir einen guten Köder. Den haben wir zum Glück, nämlich mich.” Mit einer Geste gab er Brunhild zu verstehen, dass er erst weiter sprechen wollte und sie dann gerne ihre Meinung zu allem sagen könnte. “Ich biete mich dem Schatten an, unter der Bedingung dass er Erik zurücklässt. Unser Vorteil hier ist, dass der Schatten keine Ahnung von meinen Fähigkeiten hat, denn ich vermute ich kann mich dem Wesen mit meinen Valerenkräften entziehen, wenn ich einen Schild um mich lege. Sobald wir an diesem Punkt sind können wir zur zweiten Phase des Plans übergehen, nämlich der wo wir den Schatten in einem Kreis aus Kerzen einsperren, so viele wie wir nur irgend möglich auftreiben können. Wir locken das Mistding in einen Kreis von erloschenen Kerzen, einer in dem ich mich aufhalten werde. Dann musst du sie alle zur gleichen Zeit entfachen, in genau dem Moment indem Thyra und Karl Erik aus der Gefahrenzone geholt haben. Glaubst du du kannst das Brunhild? Wenn wir den Schatten dann eingesperrt haben können wir uns daran machen ihn zu schwächen. Feuerpfeile und vielleicht eine Fackel, solche Dinge eben. Sollte es das Monster bis zum Sonnenaufgang zu beschäftigen und in dem Kreis zu halten, dann müssten Balders Strahlen den Rest für uns tun, denn mir ist bis jetzt noch keinen Schemen untergekommen, der der Sonne widerstehen kann und offensichtlich hat es auch noch nicht tagsüber attackiert, worauf ich schließe das es wohl den Tag in einem Körper überdauern muss. Also was hälst du von dem Plan? Wenn ich nichts wichtiges übersehen habe, dann brauchen wir nur noch eine ganze Menge Kerzen und auch dafür hätte ich schon eine Idee und vielleicht schaffen wir alle Vorbereitungen auch noch in dieser Nacht.”

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 Betreff des Beitrags: Re: Drachen und Einhörner
BeitragVerfasst: Di 23. Feb 2016, 11:55 
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Brunhild nickte nachdenklich. „Der Plan klingt gut und ist wahrscheinlich das sinnvollste, was wir im Moment zustande bringen. Ein Problem sehe ich jedoch dabei: Erik hat beschrieben, dass er den Dämon über einen Kuss von dieser bösartigen Edeldame, dieser Jonarta, oder wie auch immer sie hieß, erhielt. Dadurch ging der Schatten auf ihn über. Glaubst du ein Schild mag dich noch zu schützen, wenn der Dämon bereits in dir ist?“
Leif antwortete mit einem Nicken. "Das werden wir sehen. Ich würde gerne versuchen mit dem Schatten zu reden, ihm einen Handel vorschlagen wenn du so willst. Immerhin will der Dämon überleben. Bis jetzt wollte er schon mehrfach die Kontrolle über einen von uns übernehmen. Ich weiß nicht ob der Kuss eine zwingende Komponente bei dem ganzen war oder den Prozess nur vereinfacht hat. Darüber hinaus will ich das Ding ja auch nicht wirklich in mir haben..."
Brunhild sah Richtung Treppe. „Ich könnte mir vorstellen, dass es gut wäre mit Erik darüber zu reden. Ich hoffe, es geht ihm gut und die Kerzen halten den Dämon in Schacht.“ Sie sah besorgt aus. „Wenn es wirklich eine Möglichkeit gibt, dann bringt ein Gespräch mit ihm uns sicher weiter.“
Der Nordmann konnte Brunhild nur zustimmen. "Es macht sicherlich Sinn mit ihm zu reden. So oder so würde ich auch gerne sehen wie es ihm geht. Ich will nicht riskieren das wir uns mit den Mächten von Helheim anlegen, nur um den für den wir es getan haben am Ende an ein Fieber zu verlieren:" Leif klang besorgt und ernst, folgte seiner verwandten aber mit stetem Schritt.
Ein Schatten legte sich bei Leifs Befürchtung auf Brunhilds Gesicht und sie presste die Lippen aufeinander. Leif hatte das Innere der Hütte, das Erdgeschoß, erreicht. Lucien war es gelungen den Wohnbereich einladend zu gestalten und offensichtlich, wie man an den Büchern erkennen konnte, musste sich auch Gretlin eingebracht haben.


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Brunhild hielt ihm die Eingangstür auf. Ganz offensichtlich hatte sie das Schloss mit Gewalt aufbrechen müssen. Sie zuckte mit den Schultern. „Ich mach Lucien ein Neues, ein Besseres. Eins, das niemand, nicht mal ich aufbekomme. Dann nimmt er es mir vielleicht nicht krumm, dass ich in sein Allerheiligstes einbrechen musste.“ Dann machten sie sich auf den Weg.
Leif schaute sich mit zusammengekniffenen Augen um und dachte sich seinen Teil bezüglich Gretlins Wiedereinzug bei dem Gangrel, der so überhaupt keinen Sinn zu machen schien und schüttelte nur den Kopf. "Tu das Brunhild. Die Hütte ist abgelegen, ein gutes Schloss ist wichtig und gut." Dann folgte er ihr weiter.
Den Weg zurück in die Stadt konnten beide in ungefähr einer halben Stunde zurück legen und durch die Straßen der Stadt gelangten sie ebenfalls ohne Verzögerung. Ein heftiger Wind zog auf und schickte dunkle Wolken vor den hellen Vollmond. Die Temperatur, anfangs noch angenehm für den April Abend kühlte sich rasch ab. Brunhild ging einen Schritt schneller. Die Schmiede lag unberührt wie eh und je am Ende der kleinen Straße und vermittelte den Eindruck von Behaglichkeit und Wärme. Im Erdgeschoss brannte Licht in einem der Zimmer. Ansonsten waren die Zimmer anscheined unbeleuchtet.

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Leif war auf dem Weg zurück in die Stadt schweigsam. Seine Gedanken flogen wild umher, vor allem um den Plan und den Schatten aber auch seine Entdeckung das Gretlin wieder bei Lucien eingezogen war. Er verstand ein solches Verhalten nicht. Logik und Bücher. Das ich nicht lache dachte er sich, denn diese Entscheidung des Mädchens war alles, nur nicht logisch und was Lucien sich dabei gedacht hatte wussten wohl nur die Götter selbst. Leif atmete einmal tief ein. Er musste seine Gedanken neu ordnen, denn er hatte keine Zeit an solche Randerscheinung Zeit zu verschwenden. Es gab im Moment dringendere Dinge die nach seiner Aufmerksamkeit verlangten. Einen positiven Nebeneffekt hatte das ganze dann aber doch. Er fühlte sich ob der Rüchgratlosigkeit von Gretlin sehr viel weniger schlecht bezüglich all der Dinge die sie ihm damals in der blutigen Jungfrau an den Kopf geschmissen hatte, denn wir alle treffen unsere Entscheidungen eben offensichtlich doch danach was wir für richtig halten.
Brunhild begab sich direkt in das Zimmer von Karl. Sie wusste, Erik musste dort sein. Sie öffnetet die Eichenholztür und sofort trat sie einen Schritt zurück, geblendet von der plötzlichen Helligkeit von hunderten von gelben Bienenwachskerzen. Kein einziges Möbelstück war mehr darin. Stattdessen leuchtete der Boden weißlich. Thyra, Karl und vielleicht auch Erik, falls er in der Lage dazu gewesen war, mussten wohl eimerweise den Sand des kleinen Trainingsplatzes vom Hinterhof hierhergetragen haben, denn der ganze Boden war mit dem weißen Gebröckel bedeckt, so dass eine verlöschende Kerze kein Feuer entzünden mochte. Nichtsdestotrotz waren bereits die meisten der Kerzen herniedergebrannt und einige waren just in dem Moment am Erlöschen und ihr Wachs bildete gelbliche, süßlich duftende Pfützen auf dem hellen Sand.

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Leif bemerkte, dass das Kerzenlicht zwar intensiv war, aber dennoch seltsam gedämmt erschien, als würde sich ein Schatten darauflegen. In der Mitte des Zimmers auf dem Fußboden saß Erik im Schneidersitz. Er hielt einen Wetzstein in der Rechten und bearbeitete seine lange Klinge. Ein kurzes Lächeln huschte über sein Gesicht als er Brunhild erblickte. „Mutter...“ Dann erkannte er den Mann, der hinter ihr zu erblicken war. Er nickte kaum merklich in dessen Richtung und verengte die Augen nachdenklich.
Leif nickte Erik zu und suchte das Wort. "Ich bin froh das es dir gut geht." Er hielt ein wenig Abstand zu den Flammen. "Ich will nicht lange drumherum reden. Wir müssen diesen Schatten bekämpfen." Seine Aufmerksamkeit suchte Erik, dessen nachdenklichenn Blick ignorierend. "Was kannst du uns über den Schemen sagen? Wie können wir ihn loswerden?"
Brunhild gab Leif ein Zeichen zu warten. Sie sah sich im Raum um und sah besorgt aus.

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Draußen ließ der Sturm die Fensterläden gegen die Hauswand schlagen. Sie sah Erik fest an, dann erneut in das Zimmer und die herabgebrannten Kerzen. „Erik? Wo sind Thyra und Karl?“ Der blonde junge Mann steckte den Schleifstein in eine Tasche, schob das Schwert in die lederumwickelte Scheide, erhob sich jedoch nicht, sondern blieb in dem dunklen Kreis in der Mitte des Kerzenscheins sitzen. „Sie wollte zum Kerzenzieher Nachschub besorgen. Ich weiß nicht, warum sie dafür so lange brauchen.“ Er sah nach draußen und schluckte kurz. Dann schweifte sein Blick über die herabgebrannten Wachsklumpen. „Ich schätze mal, die restlichen Kerzen werden noch eine halbe Stunde brennen…“ Die blonde Frau schüttelte den Kopf, sah Leif an. „Ich werde zum Kerzenzieher gehen und nachschauen, was los ist. Bleib du hier! Einverstanden?“ Ihr Blick enthielt noch eine andere Bitte. ‚Pass auf Erik auf!‘ aber diese Worte sprach sie nicht aus.
Leif nickte Brunhild nur zu und bestätigte damit auch ihrer unausgesprochene Bitte. Es war ihm noch nicht einmal aufgefallen, dass Karl und Thyra nicht anwesend waren und auch er bagann sich Sorgen zu machen. "Ja geh Sie suchen. Wir werden sie brauchen, wenn wir all das hier zu einem guten Ende bringen wollen." Leif wusste worauf das kommende Gespräch hinauslaufen würde, aber es war wohl gut dieses ehr früher als später zu haben. Sobald Brunhild den Raum verlassen hätte würde er Eriks Blick suchen. Er hatte das Bedürfnis zu reden, also sollte er auch beginnen.

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Erik schwieg, sah ihn lang und intensiv an. Er zog die Knie an den Körper und legte die Arme darum. Offensichtlich schien er darauf zu warten, dass sein Gegenüber etwas sagen würde.
Das Spiel konnte er auch spielen, dachte sich Leif und starrte den jungen blonden Mann vor ihm ebenfalls an.
Erik schluckte, wartete jedoch weiter ab. Ein Donnergrollen ließ ihn kurz zusammenzucken. Er schloss die Augen für einige Sekunden, in Gedanken wohl hin und hergerissen zwischen Brunhild und wie es ihr und seiner Schwester wohl gerade ging und dem, was er mit dem Mann ihm gegenüber zu besprechen hatte. Das Gespräch schien wohl keiner der beiden wirklich führen zu wollen. Schließlich zog er sein Schwert hervor, das im Licht der Kerzen schimmerte und fuhr, um die Schärfe der Klinge zu überprüfen, vorsichtig mit der Fingerspitze über die Schneide. Leif sah kurz das Rot von Blut aufblitzen, dann steckte sich Erik den Finger in den Mund. Wieder wandte sich sein nachdenklicher Blick dem Salubri zu. Ein schmales Grinsen erschien auf seinen Lippen. “Wir hatten wohl keinen sehr guten Start, würd‘ ich mal sagen, und ich spür eure imposante Rechte von gestern noch immer auf meinem Gesicht…“ Das Lächeln verschwand langsam und hinterließ eine Mischung aus Interesse und Misstrauen „Wollt ihr mir eine Frage beantworten, ‚Freddie?‘?“ Die Erwähnung des Namens klang wie eine Frage, die man eigentlich nicht stellen musste. „Wer seid ihr wirklich?“
"Den hatten wir in der Tat nicht und ich muss mich bei dir entschuldigen. Ich hatte kein Recht dich zu schlagen und noch weniger dich einen dummen Jungen zu nennen, denn du bist offensichtlich weit entfernt davon ein solcher zu sein. Ich habe starke Männer, gestandene Frauen und besungene Helden gesehen die in deiner Situation weniger Mut und insbesondere gesunden Menschenverstand bewiesen hätten. Also bitte verzeih mir, ebenso meinen fehlenden Respekt, aber ich kenne die Gefahren aus Hels Reich und bin mehr als nur besorgt bezüglich allem was noch kommen mag und da habe ich die Beherrschung verloren. Ich weiß es hätte nicht passieren dürfen." Leif überlegte wie er ihm am Besten antworten sollte. "Aber um auf deine Frage zurückzukommen. Ich weiß nicht was oder wieviel du dir bereits selber zusammengereimt hast, aber die Frage ist leider nicht so einfach zu beantworten wie du vielleicht denkst." Er Lächeln umspielte seine Lippen. "Aber ich weiß glaube ich worauf du hinaus willst. Du hast sicher eine Vermutung wer ich bin, aber lass mich deine Frage trotzdem umformulieren. Was denkst du wer ich wirklich bin? Das hilft mir dir wahrheitsgemäß zu antworten, denn ich habe kein Bedürfnis dich zu belügen." Das Lächeln war inzwischen verschwunden und Vorsicht schlich sich in Leif’s Züge.

Erik stieß mit dem Finger an die Klinge und ließ das Metall federn, so dass es sang. Er nickte und schob das Schwert wieder in die lederumwickelte Scheide zurück. „Eine gute Waffe für den Kampf. Von Brunhild geschmiedet. Seit ich sie besitze, hat sie mir gute Dienste geleistet. Einige meiner Familie haben es nicht gern gesehen, dass ich ein Geschenk von ihr angenommen habe, sei es auch noch so kostbar.“ Er fuhr sich kurz über die trockenen Lippen. „Ihr seid der beste Freund meiner Mutter heißt es… ihr kennt sie gut genug und ich vermute, sie hat euch einiges über Thyra und mich erzählt… Und ich denke, ihr wisst, dass ich so wie Brunhild mehr erkenne oder spüre als für das bloße Auge sichtbar ist, nicht wahr?“ Er sah dem Salubri lang in die grauen Augen, dann stellte er schlicht fest. „Ihr fühlt euch nicht wohl in dieser… in eurer Haut…“ Er sah dem Salubri lang in die grauen Augen. „Ihr fühlt euch nicht wohl in eurer Haut…“
Leif schüttelte nur leicht den Kopf. "Nein das tue ich in der Tat nicht und es wundert mich nicht, dass dir das auffällt, denn mir war von Anfang an klar das du deiner Mutter sehr ähnlich bist. Das ist übrigens auch der Grund ist wieso ich es vorgezogen habe vorsichtig zu sein."

Erik lehnte sich zurück. „Ihr seid gradlinig und direkt, ein formidabler Kämpfer und ihr wisst im Gegensatz zu den meisten haargenau über das Ausmaß eurer Fähigkeiten. In unserer Familie gibt es einige ausgesprochen mächtige Frauen und Männer, mit Kenntnissen und Kräften, die den meisten Sterblichen fremd sind, aber eure Macht ist von einer ganz anderen Art, unglaublich stark, dunkel und überdeckt die anderen Kräfte, die euch inne wohnen, eure Haut ist nicht wärmer als das Wetter, eure Aura selbst eine ausgeprägte mir nie zuvor begegnete Mischung aus Frage und Antwort zugleich und eure Augen… Gestern hatten sie das helle grau-grün der flandrischen See, heute das vertraute helle Grau eines nordischen Winterhimmels vor dem Schneefall… Die gleiche Iris wie Thyra oder Brunhild … Meine Frage habe ich gestellt und es liegt allein an euch, wie ihr sie beantwortet: Wer seid ihr wirklich?“ Wieder fixierte er ihn als würde er versuchen in ihm zu lesen. „Jemand namens Freddie wahrscheinlich nicht?“
"Nein Freddie ist mein Name in der Tat nicht. Da hast du recht. Wer ich bin? Ich bin ein Mann der seinem Glauben treu ist, im Moment auf der Suche nach einer neuen Profession ist und gelegentlich gerne kämpft. Eine Frage muss ich allerdings stellen bevor ich forfahre. Bist du dir sicher, dass du noch mehr wissen willst? "
Wieder schlug ein Blitz irgendwo ein und im selben Moment rollte der Donner mit ohrenbetäubendem Knall heran. Erik zuckte zusammen und sprang auf. Er sah nach draußen, versuchte zu erspähen, was in der rabenschwarzen Nacht, die nur von einem gelegentlichen Blitz erleuchtet wurde, vorging. Sorge war in seinem Blick zu erkennen. „Behaltet eure Geheimnisse, Lei…! So hat euch Karl in der Kapelle genannt… Manchmal ist es nicht gut, wenn man zu viel weiß.“ Er deutete zum Fenster. „Was auch immer da draußen los ist, ich muss raus hier.“ Er ging ein paar Schritte in der winzigen hell erleuchteten Fläche, die nicht von Kerzen bedeckt war hin und her und erinnerte dabei an einen Bären, den man in ein winziges Gatter gesteckt hatte aus dem es keine Fluchtmöglichkeit gab. „Ihr solltet von hier verschwinden…Ich kann nicht untätig hier rumsitzen, wenn unsere Leute da draußen in Schwierigkeiten sind und ich will euch nicht gefährden.“
"Geheimnisse brauchen Zeit und im Moment haben wir die nicht. Aber für den Moment reicht es gaube ich wenn ich dir das sage. Ja mein Name ist Leif. Leif Thorson auch wenn ich im Moment nicht so aussehe. Für alles was noch daran hängt sollten wir uns später Zeit nehmen." Der Salubri erhob sich. "Ich will nicht gehen Erik. Zuerst werde ich versuchen diesen Schatten auszutreiben. Sollte es uns dann immer noch geben kannst du gerne deine Rache üben Kind von Vidarr. Aber vorher muss ich sicherstellen das es deiner Mutter gut geht. Denn ein Punkt bei all den Geschichten die du gehört hast ist wahr. Brunhild ist eine enge Freundin von mir und ich werde alles tun um Schäden von ihr abzuwenden."

Wieder verengten sich die Augen des Jungen fragend und Leif konnte erkennen, dass er für einen Moment die Luft anhielt. Er suchte wohl in den Pupillen des Heilers nach einer halbwegs plausiblen Lösung für eine nicht formulierte Frage. Er trat vorsichtig einen Schritt näher, hielt jedoch an einer der Kerzen an. Der Salubri konnte den Schatten von Erik erkennen, der sich vor der Flamme zurückzog und dabei ein seltsames Eigenleben entwickelte. Er atmete tief aus bevor er mit seiner klaren Stimme weitersprach. „Ich habe nicht vor für irgendetwas Rache zu üben. Wie Brunhild bin ich als Kind von Vidarr geboren, aber ich will sie nicht mehr als meine Familie ansehen. Familie… das bedeutet etwas anderes in meiner Vorstellung.“ Er seufzte. „Ihr könnt gern bleiben, aber ich weiß nicht, ob euch der Schatten verschonen wird sobald ich aus dem Kreis heraus trete… vielleicht, denn ihr seid mächtig. Bisher ist es ihm nicht gelungen euch seine Kontrolle aufzuzwingen. Da ähneln wir beide uns wohl… er scheint sich an uns die Zähne auszubeißen und das stachelt ihn an. Aber er wird euch vielleicht so viele Gegner auf den Hals hetzen bis ihr irgendwann niedergeht. Er kennt dabei kein Ende. Vielleicht gelingt es euch zu fliehen...“ Er ging in Gedanken, das konnte Leif erkennen, mit einem raschen Blick auf das besorgniserregende Unwetter draußen, alle Möglichkeiten durch. „Es gibt noch eine andere Alternative: Ihr könnt mich töten, so wie ich es vorgehabt hatte: Dann hat der Spuk ebenfalls ein Ende. Aber ich bin noch hier weil ihr alle, Brunhild, Thyra, Karl und du, freundlicherweise genau das verhindern wolltet.“ Er lächelte kurz dankbar, dann schluckte er und sah auf seine Waffe herab. „Meine Klinge ist scharf und wenn es sein muss, tue ich, was getan werden muss um diesen Dämon zu stoppen. Auch wenn es mein Ende bedeuten würde.“ Er lächelte schwach. „Aber ich würde es gerne verhindern…“ Er deutete nach draußen und die Frustration selbst in dem winzigen Zimmer gefangen zu sein um durch den Lichtschein dem Schattendämon keine Möglichkeit zu geben sich zu befreien, ließ seine Stimme laut werden. „Thyra steckt in Schwierigkeiten und ich könnt wetten, dass auch Karl und Brunhild in diese Probleme verwickelt sind. Ich kann nicht hier in diesem Lichtkreis untätig rumhocken, während ihnen etwas geschieht, verdammt! Thyra ist meine Schwester, Brunhild meine Mutter. Ich will dem Dämon keine Möglichkeit geben zu wüten, aber ich muss etwas tun.“ Er sah verzweifelt aus. „Irgendetwas! Und wenn ich Gefahr laufe dabei dieses Monster frei lassen zu müssen, dann bleibt mir keine Wahl!“
Leif lauschte den Worten von Erik mit Spannung und Aufmerksamkeit. Seine Augen weiteten sich zwischendurch und stellte schließlich eine Frage. "Familie ist Privileg und Bürde zugleich, ich glaube in der Hinsicht sind wir uns einig. Aber wir können dich nicht einfach so hier weglassen. All das könnte ein Teil des Plans sein und selbst wenn nicht..." Er ließ den Satz unbeendet die Möglichkeiten das etwas schief gehen konnte waren praktisch unendlich. “Ich werde gehen.”

Erik trat näher an die Kerzen. „Ich will genauso wenig den Dämon in dieser Stadt wüten lassen wie ihr. Geht ihr, sucht nach den anderen und helft ihnen? Ich hab‘ keine Ahnung, was sich da draußen gerade abspielt, aber was immer es ist, es ist nicht gut! Wenn das Gewitter sich nicht innerhalb von 15 Minuten bessert, werde ich euch folgen.“
Leif nickte." Dann sind wir uns einig. In einer viertel Stunde werden die Kerzen eh runter gebrannt sein, wenn wir nicht mit neuen Kerzen wiederkommen. So oder so spielt es dann keine Rolle mehr, aber auf die Art haben wir vielleicht wenigstens einen Vorsprung." Leif war schon fast aus der Tür getreten bevor er sich noch einmal umdrehte. “Bis dahin mach mit deiner Klinge nichts was nicht umkehrbar ist. Wir werden diesen Dämon auf andere Art und Weise besiegen, dass weiß ich einfach!”

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 Betreff des Beitrags: Re: Drachen und Einhörner
BeitragVerfasst: Di 23. Feb 2016, 20:44 
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https://www.youtube.com/watch?v=AbpHjLe16zY

Leif schritt entschlossen aus der Schmiede hinaus in die Nacht. Weit und breit war keine Menschenseele zu erblicken. Alle Bewohner der Stadt waren in ihre Häuser geflohen um dort gegen das Unwetter auszuharren und falls möglich handeln zu können, wenn ein Blitz das Haus des Nachbarn entflammen würde und das Feuer übergreifen mochte, wenn der Sturm die Strohballen oder Schindeln vom Dach riss oder der notdürftig und windschief errichtete Stall mit den Tieren darin einbrechen sollte.
Der Sturm peitschte ihm ins Gesicht und behinderte sein Vorankommen. Er hielt sich im Schatten der zweistöckigen steinernen Gebäude und konnte so nahezu unbeschadet vorankommen. Es dauerte nur etwa zwei Minuten bis der Wind mit einem Mal schlagartig verebbte und das Geräusch seiner Schritte auf den Pflastersteinen der Straße umso lauter klang. Er fand nach einigen Minuten den Weg zum Kerzenzieher. Das Gebäude war, so wie die Umliegenden auch, dunkel und nicht beleuchtet. Zu groß war die Gefahr, dass in einer Nacht wie dieser eine unbewachte Kerze eine Feuersbrunst entzünden mochte.

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Leif konnte Kampfeslärm ausmachen, der aus dem Innenhof des Hauses drang. Schwerter klirrten gegeneinander, Flüche wurden ausgestoßen, jemand wehrte einen Angriff mit einem Schild ab. Der Salubri erkannte das Brügger Flandrisch, von einer tiefen Männerstimme vorgebracht. „Legt sofort das Schwert weg, Weib! Sonst seid ihr die nächste, die zu Boden geht und es ist mir gleich ob das durch einen Stich meines Schwertes durch euer Herz sein wird.“
In der Mitte des Hofes zu deren Seiten es zu den Werkstätten des Kerzenmachers ging, konnte Leif Brunhild erkennen. Sie stand in geduckter Haltung, wehrte die Angriffe von drei Männern in den Rüstungen der Brügger Stadtwache ab und machte ab und an einen Ausfallschritt.

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Ihre Mine war wütend und drückte wilde Entschlossenheit aus. „Verschwindet! Ihr bekommt ihn nicht so lange ich hier stehe!“ Erst in diesem Moment bemerkte Leif das zusammengesunkene Bündel auf dem matschigen Lehmboden, das sich nicht rührte. Der dunkle Haarschopf, die vertraute Kleidung und das Schwert, das in einigen Metern Entfernung auf dem Boden lag, ließen ihn ahnen, wer dort lag: Karl.
Einer der Wachmänner lachte laut und breit. „Dann ist ja gut. Das wird nämlich nicht mehr allzu lange der Fall sein.“ Der breitschultrige Mann holte mit seiner Hellebarde aus.

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 Betreff des Beitrags: Re: Drachen und Einhörner
BeitragVerfasst: Mi 24. Feb 2016, 20:42 
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Das nasse Haar klebte Leif auf seinem Weg durch die Stadt im Gesicht. Frederiks Haar hatte eine schlechte Länge. Ein wenig zu viel so das es bei solchem Wetter schon Probleme gab und zu wenig um sie zusammenzubinden. Aber das war ihm im Moment egal, denn wollte Brunhild und den Rest so schnell wie möglich finden. Der Donner grollte und die Brügger taten gut daran in ihren Häusern zu bleiben. Schließlich hörte er den Tumult und vergaß alles um sich herum. Er war wütend. Was taten diese Schweine dort? Leif hechtete sofort zwischen Brunhild und die Hellebarde. Aus den Augenwinkeln sah er die reglose Gestalt von Karl und ein Knoten bildete sich in seiner Brust. Trotz allem begann er zu schreien, so laut als wollte er sich gegen den tosendem Sturm behaupten und ohne der Waffe des Mannes auch nur eines Blickes zu würdigen. "WAS FÄLLT EUCH EIN MÄNNER VON BRÜGGE?! SEIT WANN GEHT IHR AUF GUTE BÜRGER DER STADT LOS? GEHT SOFORT ODER ICH SORGE PERSÖNLICH BEIM HAUPTMANN DAFÜR DAS IHR AM GALGEN ENDET!!" Sein Schwert hatte er bereits gezogen und in seinen Blick lag wilde Entschlossenheit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Drachen und Einhörner
BeitragVerfasst: Mi 24. Feb 2016, 21:29 
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Registriert: Mi 17. Jun 2009, 20:52
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Der Mann mit der Hellebarde hielt mitten im Angriff inne und nahm eine Verteidigungspose ein ohne die Kriegerin aus den Augen zu lassen. Er sah zu dem größten Mann hinüber, der offensichtlich der Anführer der Gruppe, war und wartete, dass dieser das Wort ergriff.
Der korpulente Mann, der die Rüstung mehr als ausfüllte und dessen Fettwülste an den Armen und Beinen hervorquollen, blickte Leif mit misstrauischen Augen an, richtete sein Schwert auf den Nordmann. „Hör mal zu, Bürschen. Du bist anscheinend nicht von hier. Wir sind die Stadtwache von Brügge. Wir sind hier Recht und Ordnung! Wir sind die, die sagen wie der Hase läuft. Verstanden?“ Er grinste breit. „Also, machst du, dass du hier wegkommst, lässt uns unsere Arbeit machen bevor wir dich auch abführen oder verprügeln.“ Er deutete mit seinem Doppelkinn zurück zur Straße, ein eindeutiges Zeichen, dass Leif sich verziehen sollte.

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Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimms.
Dante Alighieri


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 Betreff des Beitrags: Re: Drachen und Einhörner
BeitragVerfasst: Do 25. Feb 2016, 11:01 
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Registriert: Fr 24. Jul 2009, 01:13
Beiträge: 1299
"Ich sage es jetzt ein letztes, ein allerletztes Mal." Leif schaute den Rädelsführer der Truppe an wie ein Raubtier seine Beute. "Verschwindet ihr Wahnsinnigen und weder der Blutrichter Claude von Paris, noch Jean oder Lucien Sabatier werden hiervon etwas erfahren. Wenn nicht..." Er hob die Arme, lächelte dabei und tat einen kleinen Schritt in Richtung des Mannes mit dem Schwert. "Wenn nicht werde ich persönlich dafür sorgen, dass eure aufgespießten Köpfe vor der Stadtwache landen um zu zeigen was aus den achso edlen Verteidigern Brügges geworden ist und jede Tag werde ich an an euren hässlichen Visagen vorbeigehen und darauf spucken bis die Krähen eure Augen ausgehackt haben."

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- Do not go gentle into that good night. Rage, rage against the dying of the light. -


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